Ernährung von Katzen
Wichtig! Katzen sollte man kein Hundefutter geben oder ausschließlich für sie kochen. Gerade Wohnungskatzen entwickeln dann schwere Mangelerscheinungen. Das Katzenfutter ist mit Mineralien und Vitaminen versetzt, welche für sie lebenswichtig sind. Bei Freigängern ist es nicht ganz so dramatisch, weil sie sich mit Mäusen, Vögeln oder anderen Kleintieren "versorgen" können. Kurz noch etwas zum Thema tierische Nebenerzeugnisse. Es hört sich ekelhaft an, es ist auch ekelhaft. Allerdings sind in Lebensmittel auch genug von diesen Stoffen drin, nur müssen sie dort nicht deklariert werden, Mahlzeit! Wenn wir wüssten, was wir essen, würden wir nur noch kotzen. Will jemand wissen, was in Würstchen oder etwa in Gummibärchen drin ist? Bääääh. Unverträglichkeiten Die häufigsten Unverträglichkeiten von Futter bei Katzen sind Milch und Zucker bzw. Karamell. Es gibt Katzen, die beides vertragen, und dann wiederum welche, die nur auf eines unverträglich reagieren. Bei Milch ist die Sache in soweit einfach, daß anstatt Milch auch Sahne (verdünnt) oder Milchprodukte wie Hüttenkäse, Joghurt oder Quark gereicht werden können. Bei der Zucker- bzw. Karamellunverträglichkeit ist es schon problematischer, da dieser Zusatz leider nicht immer auf der Packung angegeben ist. Also heisst es, Augen auf beim Katzenkloreinigen. Katzen mit dieser Unverträglichkeit neigen zu Durchfall. Dann muss man verschiedene Futtersorten ausprobieren. Vorlieben der Katzen Auch dieses Thema hat schon einige Katzenhalter zum Verzweifeln gebracht. Gerade wenn man mehrere Katzen hält, wird es problematisch. Oft kann man den Geschmack seiner Miez etwas beeinflussen, wenn man behutsam vorgeht. Dieses klappt aber nicht immer, so das man sich auf Kompromisse einlassen muss. Wichtig ist nur, wenn die Katze Trockenfutter bevorzugt, sie auch genug trinkt. Ansonsten kann es schnell zu Nierenschäden, besonders bei kastrierten Katern, kommen. Bei mäkeligen Trinkern hilft es manchmal, dem Wasser einen Schuss Dosenmilch hinzuzufügen. Trockenfutter oder Nassfutter ? Am besten beides in katzengerechter Aufteilung. Nassfutter hat den Nachteil, an der Luft schnell zu oxidieren, das stinkt dann auch der Katze recht schnell. Außerdem können bei ausschließlicher Nassfutterernährung Zahnprobleme auftreten. Trockenfutter eignet sich sehr gut für berufstätige Katzenhalter, weil das Futter lange frisch bleibt. Allerdings muss dann immer genug frisches Wasser vorhanden sein. Hinweis: Der Trinknapf sollte nicht neben dem Futternapf stehen. Die Katze nutzt ihn dann kaum. Am besten einige Wassernäpfe in der Wohnung verteilen. Katzengras oder Malzpaste oder was? Katzen halten ihr Fell sehr sauber und lecken überschüssige Haare auf. Sie sind allerdings unverdaulich und können zu Darmverschluß führen. Die Katze weiss das und frisst in Freiheit Gras, um die Haare auswürgen zu können. Daher das Katzengras in der Wohnung. Zwei Probleme: zum einen würgt die Katze die Haarballen quer durch die Wohnung. Zum anderen wird das Katzengras auch gerne als Spielzeug mißbraucht. Auch dieses strapaziert die Nerven des Halters. Alternativ kann man zwei mal wöchentlich Malzpaste reichen, dann werden die Haare mit dem Kot ausgeschieden und die Wohnung bleibt sauber. Alternativ kann man auch ein paar Tropfen Sonnenblumenöl oder Nachtkerzenöl über das Nassfutter tun. Dies lässt auch das Fell schön glänzen. In vielen Premium Trockenfuttern ist das Öl schon enthalten, es wird dann als "Hairball Control System" deklariert. Naschkatze? Aus zwei Gründen bin ich strikt dagegen, Katzen das Mausen an Lebensmitteln gewähren zu lassen. Zum einen bekommt vielen Katzen das nicht, Schokolade ist z.B. Gift für die Katze. Zum anderen ist es erzieherisch kontraproduktiv, wenn das Betteln oder Mausen erlaubt ist. Die Katze gewöhnt sich schnell daran und reagiert ungehalten, wenn sie mal keinen Erfolg hat. Katzen sind schon eigenwillig genug, man produziert sich nur Probleme durch falsch verstandene Tierliebe. |